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Kanton im Regen

Unsere letzte Station in China vor der Fahrt nach Hongkong ist Guangzhou (Kanton), die Hauptstadt der Provinz Guangdong. Wir erreichen die Stadt am Nachmittag und haben so noch ein paar Stunden Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Hierzu eignet sich am Besten die U-Bahn, mit der man in kurzer Zeit quer durch die Stadt kommt. Die Züge und Stationen, sind hoch modern, klimatisiert und sauber, das Netz weit verzweigt.

Kugelberge

In Yangshuo, einem Ort direkt am Li Fluss, erreichen wir nun subtropisches Gebiet. Die regelmäßigen Regenfälle kühlen aber nicht ab, sondern erhöhen nur die ohnehin schon hohe Luftfeuchtigkeit. Wir befinden uns nun auch in der ländlichsten Region der Reise, die für ihre unzähligen Kugelberge – bis zu 300m hohe, waldbewachsene Karstberge – bekannt ist.

Yangshuo hat sich inzwischen vom Dorf zu einem Ort entwickelt, in dem Touristen, fliegende Händler und touristische Infrastruktur überwiegen. Der Ort bietet wenig und nach zwei bis drei Stunden hat man ihn erkundet. Den Markt der Stadt besuchen wir nicht, da hier Hunde geschlachtet werden – ein Erlebnis, das wir uns lieber ersparen. Wir übernachten hier im guten und zentralen Li River Inn Hotel.

Im Softsleeper durch’s Land

Von Kunming nach Yangshuo steht die zweite Nachtzugfahrt der Reise an.

Die erste Fahrt von Peking nach Xi’an hatten wir die Reise noch im sogenannten Hardsleeper – einem Liegewagen ohne Abteilen und recht harten Pritschen zurückgelegt. Hier sitzt man meist zusammen mit den anderen Reisenden auf dem Gang oder leicht gebückt auf den unteren Liegen, da in der Mitte und oben ein Sitzen nicht mehr möglich ist.

Wald aus Stein

Mit dem Bus fahren wir von Dali nach Kunming, Hauptstadt der Provinz Yunnan. Die Fahrt dauert inzwischen auf gut ausgebauten Autobahnen nur noch vier Stunden – sehr angenehm gegenüber den sieben bis zwölf Stunden, die man noch vor wenigen Jahren für die gleiche Strecke gebraucht hat.

Kunming ist eine moderne Großstadt mit mehreren Millionen Einwohnern und auch hier herrscht ein Bauboom. Die Stadt wirkt laut und hektisch, vor allem nach den eher ruhigen und beschaulichen Städten Lijiang und Dali. Ruhe findet man in den Parks der Stadt und so besuchen wir den Emerald Park, der inmitten eines Sees angelegt wurde, auf dem ein Meer von Seerosen blüht. Allerdings ist Ruhe auch hier relativ denn am frühen Freitag Nachmittag treffen sich hier jung und alt zum singen und tanzen. Der Park ist voller Leben.

Erholung am Er Hai

Von Lijiang aus bringt uns der Bus nach vier Stunden Fahrtzeit ins 180km entfernte Dali. Der Ort liegt am Er See (er hai), dem siebtgrößten Süßwassersee Chinas und ist von über 4000m hohen Bergen umgeben. Die Fahrt führt hier über Passstraßen, die in recht gutem Zustand sind. Von den Bergen aus kann man aber auch schon die im Bau befindliche Autobahn erkennen, welche die Fahrtzeit sicherlich in Zukunft deutlich reduziert wird.

Internet in China

Zu Beginn der Reise war ich nicht sicher, ob es möglich sein würde, Reiseberichte online zu veröffentlichen. Inzwischen hat sich gezeigt, dass ein Zugang zum Internet in vielen Städten vor allem über Wlan Hotspots relativ unkompliziert möglich ist. Einige Hotels oder Hostels und sehr viele Restaurantketten bieten entsprechende offene Zugänge an. Diese können dann meist auch von Touristen genutzt werden, einige erfordern aber auch lokale Mobilfunkverträge oder zumindest umfassende Chinesischkenntnisse, um die entsprechenden Anmeldeseiten auszufüllen.

Die Verbindungsqualität reicht zum senden und Empfangen von E-Mails und zum Lesen von Nachrichten auf den einschlägigen Websites aus. Langsame Verbindungen und Verbindungsabbrüche sind aber dennoch häufig an der Tagesordnung, so das Onlinetransaktionen oder gar Downloads eher unmöglich sind.

Schneeberge

Zunächst führte uns der Weg nach Baisha, einem kleinen Naxi Dörfchen, 10km von Lijiang entfernt. Dieser eher unscheinbare Ort war früher einmal Hauptstadt der Naxi Region, bietet heute aber kaum mehr als ein paar alte, nicht restaurierte Wohngebäude ohne besonderen Reiz. Interessant ist hier der Besuch einer Schule für Seidenstickerei, in der beeindruckende Kunstwerke in Handarbeit gefertigt werden. Auch kann man im Ort noch die Naxi-eigene Schrift sehen.

Entlang der Schneeberge des Jadegebirges führt die Fahrt nun hinab auf ca. 1700m Höhe, wo sich der Yangzi Fluss, hier noch ein sehr schmaler Fluss und Jinsha Jiang genannt, seinen Weg durch die Hochebene bahnt. Da es gerade in der Region recht trocken zu sein scheint, führt auch der Fluss nur wenig Wasser und ist von einem reissenden Strom weit entfernt.

Stadt der bunten Trachten

Lijiang ist besonders wegen der hier lebenden Minderheit der Naxi, die mit ihren farbenfrohen Trachten das Stadtbild prägen und seiner historischen Altstadt bekannt. Diese wurde 1996 von einem Erdbeben fast völlig zerstört, ist inzwischen aber nahezu vollständig wiedererrichtet. Das Stadtbild beherrschen wieder die alten, kleinen zweistöckigen Häuser – ein schöner Kontrast zu den sonst überall in China entstehenden 30 stöckigen Appartmenttürmen. Wir erkunden die Altstadt entlang der kleinen Bäche und gelangen durch enge Gassen zum zentralen Platz, dem Sifang.

Provinz Sichuan

Nach dem Abendflug von Xi’an legen wir in Chengdu (ca. 11 Mio. Einwohner) nur einen kurzen Übernachtungsstop ein und beginnen am nächsten Morgen unsere mehrtägige Fahrt durch die Provinz Sichuan, die im Ausland oft durch den Sichuan Pfeffer und die scharfe Küche bekannt ist. In südwestlicher Richtung fahren wir zuerst nach Leshan und anschließend nach Emeishan, am Fuße des Berges Emei (emei shan).

Xi’an – Im historischen Herzen Chinas

Xi’an – das historische Zentrum Chinas und östlicher Ausgangspunkt der Seidenstraße – erreichen wir nach einer dreizehnstündigen, fast schlaflosen Fahrt mit dem Nachtzug von Peking, gegen 7:00 Uhr. Gleich vor dem Bahnhofsausgang erhebt sich das Wahrzeichen der Stadt, die vollständig erhaltene, 12 km lange Stadtmauer mit ihren zahlreichen großen und kleinen Toren. Diese gut restaurierte Mauer umschliesst die Altstadt von Xi’an.

Stadt der unendlichen Weite

Nachdem wir am ersten Reisetag außerhalb des Zentrums von Peking unterwegs waren, hatten wir nun noch Zeit die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt kennenzulernen.

Fahrt im Taxi zum Platz des Himmlischen Friedens (Tian‘ amen Platz). An diesem Sonntag sind wir nicht die Einzigen, die im Zentrum der Stadt unterwegs waren – Gruppen wohin das Auge reicht. Der Platz (auf dem bis zu 1 Million Menschen Platz finden) wird von der Großen Halle des Volkes, dem Nationalmuseum und dem Mao Mausoleum) eingerahmt. Am Ende ragt das Tor des Himmlischen Friedens mit dem bekannten Bild von Mao Zedong.

Erste Schritte innerhalb und außerhalb der Stadt

Erste Schritte innerhalb und außerhalb der gigantischen Stadt Peking
Nach kurzer Pause mit dem Taxi zum Himmelsaltar – Besichtigung entlang der Hauptachse von Süd nach Nord. Die Anlage besteht aus sechs Altären der Ming und Qing Dynastie, wobei vor allem die Halle der Erntegebete – ein beeindruckender Rundbau, der als schönstes Gebäude in China gilt – beeindruckt.

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